Christus in der Kelter

Christus in der Kelter

Dieses Fenster, so wie das entsprechende Fenster im hinteren Teil des linken  Seitenschiffes, zeigt verschiedene Christussymbole. Auf dieser Seite der Kirche stand früher der „Kreuzaltar“. Im Außenbereich der Kirche steht auf dieser Seite noch heute eine Christusfigur.

Die symbolische Darstellung „Christus in der Kelter“ steht seit Beginn des 12. Jh. für das Blutopfer Christi, der in einer Kelter (Weinpresse) steht und die Trauben mit einem Stampfholz bzw. mit den Füßen zerstampft.

Der herausrinnende Traubensaft gilt als Symbol für das Blut Christi. Holzschnitte des 15. Jh. zeigen den von einem Pressbalken niedergedrückten „Schmerzensmann“, dessen Blut aus der Presse fließt und in einem Becher oder Kelch aufgefangen wird. Das Motiv weist auf die Verwandlung des Weins in das Blut Christi beim Messopfer hin (Eucharistie). Gleiches gilt für Darstellungen, bei denen das Kreuz aus einem Trauben tragenden Weinstock besteht.

Die Taube ist eines der ältesten christlichen Symbole für Hoffnung und Frieden und wurde mit dem Ölzweig im Schnabel später zum Sinnbild internationaler Friedensbewegungen. Ihre Typisierung geht zurück auf das Alte Testament, wo sie, von Noahs Arche ausgeschickt, mit einem Ölzweigzurückkehrte und somit zum Symbol für neues Leben nach der Katastrophe wurde. Sie taucht auch als Symbol für den Hl. Geist auf - etwa bei der Taufe Jesu im Jordan. Erst seit Picassos Bild der Taube mit dem Ölzweig (1949) hat dieses Friedenssymbol allerdings weltweit seine Bedeutung erhalten.

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