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Unser Weg zur Erstkommunion

Jesus sagt: Ihr seid meine Freunde

Die Vorbereitung auf die Erstkommunion ist ein gemeinsamer Weg für Kinder und Erwachsene.

Kinder und Eltern dürfen entdecken, was sie trägt, was Gemeinschaft entstehen lässt und wie Gott in ihrem Leben gegenwärtig sein kann. Es geht also nicht zuerst darum, möglichst viel zu wissen oder gar etwas leisten zu müssen.

Manche Erfahrungen machen alle Familien gemeinsam. Anderes geschieht in den einzelnen Ortsgemeinden. So hat die Vorbereitung einen gemeinsamen roten Faden und zugleich ein Gesicht vor Ort.

 

Den Glauben entdecken

Glaube lässt sich nicht einfach erklären. Er kann wachsen, wenn Menschen gemeinsam feiern, fragen, hören und das Erlebte mit ihrem eigenen Leben verbinden.

Die Weggottesdienste bilden den roten Faden der Vorbereitung. Kinder und Erwachsene feiern sie gemeinsam in der Kirche.

Dabei erschließen sie Schritt für Schritt wichtige Zeichen und Teile der Heiligen Messe. Sie hören biblische Geschichten, beten, bringen eigene Erfahrungen mit und probieren Gesten und Rituale aus.

Was in der Kirche geschieht, soll mit dem eigenen Leben in Verbindung kommen.

Jeder Weggottesdienst nimmt einen eigenen Gedanken auf:

  • Von Anfang an geliebt – gesegnet und eingeladen
    Die Taufe erinnert uns: Gottes Liebe steht am Anfang jedes Lebens.
  • Mit allem, was zu mir gehört
    Auch das, was misslingt oder zerbricht, darf vor Gott kommen. Beten heißt, sein ganzes Leben in sein Licht und seine Liebe zu stellen.
  • Gott spricht zu uns – wir antworten
    Worte der Bibel können trösten, widersprechen und einen neuen Blick öffnen. Wenn sie uns erreichen, können sie zur Kraftquelle für unser Leben werden. Darauf antworten wir mit dem, was wir vor Gott bringen.
  • An seinem Tisch
    Jesus bringt Menschen zusammen. Im Heiligen Brot schenkt er sich selbst und lädt uns in seine Gemeinschaft ein.
  • Wir sind soweit – der Weg geht weiter
    Wir schauen auf den gemeinsamen Weg zurück und bereiten uns auf das Fest vor. Mit der Erstkommunion ist dieser Weg nicht zu Ende.

 

Im Rahmen der Vorbereitung werden die Kinder auch zum ersten Mal das Sakrament der Versöhnung empfangen, also zur Beichte gehen.

In der Beichte darf das Kind in einem geschützten Gespräch aussprechen, was ihm leidtut oder es belastet. Der Priester hört zu und spricht ihm Gottes Vergebung persönlich zu.
Früher war das mit Angst und Beschämung verbunden. Aber das ist vorbei.

Die Beichte ist deshalb mehr als ein Gespräch über Fehler. Sie ist ein Sakrament: ein Zeichen, in dem Gottes liebevolle Zuwendung und Vergebung persönlich zugesagt werden.

Das Kind darf erfahren: Meine Fehler gehören zu meinem Leben, aber sie bestimmen nicht, wer ich bin. Gott richtet mich auf und eröffnet einen neuen Anfang.



Ein besonderer Teil unserer Vorbereitung sind die Hausgottesdienste.

Eine Familie öffnet dafür ihr Zuhause und lädt Menschen ein, die ihr wichtig sind. Einer unserer Priester kommt hinzu und feiert mit ihnen einen Gottesdienst im vertrauten Kreis.

Am eigenen Tisch ist Raum für das, was die Familie gerade bewegt: für Dank und Freude, für Fragen, Sorgen und Hoffnungen. Niemand muss dafür etwas Besonderes vorbereiten oder im Glauben geübt sein.

So können Familien erleben: Gott ist nicht nur in der Kirche. Der Glaube darf mitten im eigenen Leben und im eigenen Zuhause seinen Platz haben.

 

Kinder stellen Fragen, auf die es keine schnellen Antworten gibt:
Wo ist Gott? Hört er mich? Warum soll ich beichten? Und was bedeutet das Heilige Brot?

Die Elternabende verbinden Informationen mit den Fragen und Erfahrungen des eigenen Lebens. Sie helfen, Antworten zu finden in einer Sprache, die wir heute verstehen.  Antworten, die in unsere Zeit passen.

Eingeladen sind Eltern, Großeltern, Patinnen und Paten, Menschen, die ein Kind begleiten oder sich einfach nur für die Themen des Glaubens interessieren.

Liturgie – die Feier des Gottesdienstes

„Was soll ich machen, wenn ich in die Kirche gehe? Was ist das für ein besonderer Raum? Wozu sind all die außergewöhnlichen Dinge da?“

Kinder möchten wissen, was in einem Gottesdienst geschieht und was die vielen Gesten, Zeichen und Rituale bedeuten. Der Abend öffnet Hintergründe und hilft Erwachsenen, die Fragen der Kinder aufzugreifen und sie beim Mitfeiern zu begleiten.

Beichte – die Feier der Versöhnung

„Was ist Beichte? Wie geht das? Und was soll das überhaupt?“

Kinder fragen unmittelbar nach Sinn und Ablauf. Der Abend informiert und eröffnet einen Zugang zum Umgang mit Fehlern, Schuld und der Unvollkommenheit des Menschen. Weg von Beschämung oder Angst, hin zu Aufrichtung, Entlastung und der Möglichkeit eines neuen Anfangs.

Gottesbild – das große Geheimnis

Wer ist Gott? Passt er auf uns auf? Und wo ist er, wenn Menschen leiden oder Ungerechtigkeit geschieht?
Die Fragen der Kinder treffen oft auch die Zweifel der Erwachsenen. Wir suchen nach Bildern und Worten, die wir glaubwürdig in unserer Zeit vertreten können  und die Vertrauen ermöglichen und tragen.

Eucharistie – das Heilige Brot

Was geschah beim letzten Abendmahl? Was bedeuten Brot und Wein, Wandlung und „Leib Christi“?
Wir nähern uns dem, was Jesus seinen Freunden geschenkt hat und weshalb die Kommunion zu einer Kraftquelle für das Leben werden kann.

 

Gemeinschaft erleben

Kirche wird dort lebendig, wo Menschen einander begegnen, gemeinsam feiern und miteinander Zeit verbringen. Begegnungsorte, Fahrten und Gottesdienste schaffen Raum dafür.

Glaube lebt dort, wo Menschen einander begegnen.
Deshalb lernen die Kinder Menschen und Gruppen kennen, die das Leben in unserer Pfarrei mitgestalten.

Die Begegnungsorte sind keine Unterrichts- oder Schnupperstunden. Die Kinder dürfen mitmachen, ausprobieren, fragen und erleben, was anderen Menschen an ihrem Glauben und ihrem Engagement wichtig ist.

Am Begegnungsort Singschule kommen alle Kommunionkinder zusammen. Weitere Begegnungen finden in den einzelnen Ortsgemeinden statt. Dort lernen die Kinder unter anderem Messdienerinnen und Messdiener sowie weitere Gruppen und Engagierte vor Ort kennen.

 

Gemeinschaft entsteht nicht auf Knopfdruck. Sie wächst, wenn Menschen Zeit miteinander verbringen, gemeinsam essen, spielen, erzählen und etwas erleben.

Deshalb gehört – je nach Gemeindeort – ein Familienwochenende oder ein gemeinsamer Tagesausflug zu unserem Weg.
Kinder, Eltern und Wegbegleiterinnen lernen einander anders kennen als bei einem einzelnen Treffen. Es entsteht Raum für Freude und Gespräche, für Fragen des Glaubens und einen gemeinsamen Gottesdienst.

Viele Familien erleben diese Zeit als einen besonderen Höhepunkt der Vorbereitung: Kirche wird nicht nur als Gebäude oder Gottesdienst erfahren, sondern als Gemeinschaft, in der Menschen miteinander unterwegs sind.

 

Die Familiengottesdienste sind besonders für Kinder und ihre Familien gestaltet.
Die Texte, die sonntags in den Heiligen Messen der Gemeinde gelesen werden,  werden so aufgegriffen, dass Kinder und Erwachsene einen eigenen Zugang finden können. Dabei wird erzählt, gesungen, gefragt, gebetet und gemeinsam etwas entdeckt.

Nach dem Gottesdienst ist noch nicht Schluss: Bei Kaffee und Kuchen ist Zeit für Begegnung und Gespräche. Für die Kinder gibt es ein Kreativangebot.

Die Familiengottesdienste finden zurzeit in der Erlebniskirche statt. Es sind in der Regel keine Heiligen Messen. Eine Ausnahme bildet der Familiengottesdienst am vierten Adventssonntag.

Auch vor Ort willkommen

An jedem Wochenende feiern Menschen in unseren Gemeinden die Heilige Messe oder eine Wort-Gottes-Feier.
Diese Gottesdienste sind zwar nicht eigens für Kinder gestaltet. Trotzdem gehören Kinder und Familien selbstverständlich dazu.

Dort erleben sie Menschen, die miteinander singen, beten, auf Gottes Wort hören und die Eucharistie feiern. Niemand muss schon mit allen Abläufen, Antworten und Gesten vertraut sein, um willkommen zu sein. Vertrautheit kann wachsen, wenn Menschen immer wieder miteinander feiern.

Begleitet unterwegs

Kinder gehen den Weg zur Erstkommunion nicht allein. Vertraute Menschen und unterschiedliche Orte greifen ihre Fragen auf, geben Sicherheit und begleiten sie auf ihrem Weg.

Der wichtigste Ort im Leben eines Kindes ist sein Zuhause. Dort entstehen Fragen, werden Erfahrungen geteilt und wächst Vertrauen. Eltern und andere vertraute Menschen müssen dabei keine fertigen Antworten haben. Zuhören, miteinander sprechen und eigene Gedanken teilen kann bereits viel bedeuten.

In einigen Ortsteilen halten die Wegbegleiterinnen den Kontakt zu den Familien, behalten die gemeinsamen Termine im Blick und begleiten die Kinder und Erwachsenen während der Vorbereitung.

 

Regelmäßige Gruppenstunden gehören nicht mehr zu unserem Konzept.

Ist die Zahl der Kommunionkinder in einem Ortsteil sehr groß, werden Gruppen eingeteilt.

Diese Kommuniongruppen können auf die Weggottesdienste und die Begegnungsorte eingeteilt werden. Auf Gruppenebene kann es auch ein gemeinsames Treffen geben, bei dem die Kinder ihre Gruppenkerze gestalten oder eigene Aktionen geplant werden.

Die Kerze begleitet die Gruppe durch die Vorbereitung und erinnert daran: Wir sind gemeinsam unterwegs und jede und jeder gehört dazu.

 

Auch im Seelsorgeunterricht in der Schule und in den Schulgottesdiensten begegnen die Kinder Fragen des Glaubens. Diese Angebote ergänzen den Weg der Pfarrei, vermitteln Inhalte und greifen manches auf, was die Kinder während ihrer Vorbereitung beschäftigt.

 

Termine und Orte

Beim ersten Elternabend erhält jede Familie den vollständigen Kalender für ihren Gemeindeort in gedruckter Form. Zusätzlich stehen die Ortskalender und alle aktuellen Hinweise auf unserer Terminseite bereit.

Termine und Ortskalender ansehen

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